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Ein Interview mit Spirit-Ambassador Thomas Zilm.

Zuletzt aktualisiert: 01.03.2017 / Zeit: 13:40 Uhr / Themen: whisky, gourmet

 

Woran erkennt man einen guten Whisky?

Was kennzeichnet einen schottischen Whisky?

Was serviert man zu einem Whisky Abend?

Nun, prinzipiell daran, dass er einem schmeckt. Für mich zeichnet einen guten Whisky aus, dass er mit Wissen, Liebe und Leidenschaft hergestellt wurde. Über Geschmack lässt sich bekanntlich vortrefflich streiten, über Überzeugung und Hingabe weniger. Jeder Whisky, der aus Überzeugung und Liebe zum Produkt hergestellt wurde, ist ein guter Whisky. Dabei geht es nicht so sehr um meinen persönlichen Geschmack, sondern um die Einstellung der Whisky-Macher zu ihrer Berufung. Und es ist auch völlig unerheblich, ob die Leidenschaft in Schottland, Irland, Amerika, Deutschland oder sonst wo auf der Welt ausgelebt wird.

Schottischer Whisky muss zu allererst in Schottland hergestellt und gelagert werden. Er darf nur aus den drei Grundzutaten Wasser, Gerste und Hefe hergestellt werden und muss für mindestens 3 Jahre in Eichenfässern reifen.

Einer der offensichtlichsten Unterschiede - besonders zu irischen Whiskeys ist, dass der schottische ohne ein "e" (also Whisky) geschrieben wird, während die Iren vorwiegend mit Whiskey schreiben.

Auch ist schottischer Whisky der vielleicht Vielseitigste, da hier eine breite Palette an unterschiedlichen Stilen destilliert wird - man denke nur an den Unterschied zwischen Islay und Speyside oder Highlands. Durch die fast ausschließliche Verwendung von gebrauchten Fässern entwickelt sich eine Diversität der Aromen, die man so kaum ein anderes mal auf der Whisky-Welt findet.

Oh, da gibt es viele Möglichkeiten.

Klassisch Schottisch wäre zum Beispiel Haggis mit Kartoffelstampf und Steckrüben. Ein ehemals Arme-Leute-Essen, dass sicherlich für einige gewöhnungsbedürftig erscheint, aber fantastisch schmeckt! Vor allem zu etwas kräftigeren und kantigeren Whiskys.

Ansonsten gibt es in Schottland ein breites Angebot an Seafood. Austern, Muscheln, Hummer und natürlich Fisch. Aber auch Lamm passt hervorragend.

Man sollte einfach nur immer schauen, dass die Aromen des Essens mit denen des Whiskys korrelieren. Ein wilder Geschmacks-Mix ist nicht allzu produktiv. Hier braucht man ein bisschen Erfahrung, Geschmack - aber auch ein Quäntchen Mut.

 

Mein Geheimtipp und etwas verrückt: Ein Ardbeg Corryvreckan mit einer frischen Islay-Auster oder Glenmorangie Nectar D’Or mit einem Lachs-Tatar, welches mit Zitrone und Ingwer verfeinert wurde.